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E-Zigarette

E-Zigarette schädlich? Was Langzeitstudien zeigen

Studienlage

E-Zigarette schädlich? Was Langzeitstudien zeigen

E-Zigaretten sind schädlich und nicht risikofrei. Ihr Aerosol enthält in der Regel weniger bekannte Verbrennungsprodukte als Zigarettenrauch, aber unter anderem Nikotin, Aromen sowie beim Erhitzen entstehende Stoffe wie Formaldehyd, Acetaldehyd und Acrolein. Weniger von bestimmten Schadstoffen bedeutet daher nicht gesund, harmlos oder frei von Langzeitrisiken.

Aktualisiert am 31. August 2026 11 Minuten Lesezeit Redaktionell geprüft, keine medizinische Beratung

Das Wichtigste auf einen Blick

  1. E-Zigaretten verbrennen keinen Tabak. Laut BfR entstehen bei bestimmungsgemäßer Verwendung deutlich geringere Mengen krebserzeugender und anderer schädlicher Stoffe als beim Rauchen.
  2. Das Aerosol kann trotzdem gesundheitsschädliche Stoffe enthalten. Risiken für Herz-Kreislauf-System und Lunge sind möglich; Nikotin macht abhängig.
  3. Zu den Langzeitfolgen gibt es noch keine verlässliche abschließende Aussage. Viele Erkrankungen, insbesondere Krebs, entwickeln sich erst über lange Zeiträume.
  4. Die häufig zitierte Polosa-Studie von 2017 untersuchte nur neun täglich dampfende Nieraucher über 3,5 Jahre. Sie fand bei den gemessenen Markern keine signifikanten Unterschiede, kann seltene oder spät auftretende Schäden aber nicht ausschließen.
  5. Wer gleichzeitig raucht und dampft, verringert seine Schadstoffbelastung nicht automatisch. Der vollständige Verzicht auf Tabak- und Nikotinprodukte bietet den wirksamsten Schutz.
  6. E-Zigaretten gehören nicht in die Hände von Minderjährigen, Nichtrauchern oder Schwangeren. In Deutschland sind sie keine zugelassenen Arzneimittel zur Raucherentwöhnung.

Warum können E-Zigaretten gesundheitsschädlich sein?

Bei einer E-Zigarette wird Liquid durch eine Heizwendel verdampft beziehungsweise in ein Aerosol umgewandelt. Dieses Aerosol ist kein harmloser Wasserdampf. Seine Zusammensetzung hängt unter anderem vom Liquid, den Aromen, der Heiztemperatur, dem Gerät und der Nutzungsweise ab.

Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung, kurz BfR, können im Aerosol unter anderem folgende Stoffe vorkommen:

  • Nikotin, sofern ein nikotinhaltiges Liquid verwendet wird
  • Aromastoffe und deren Reaktionsprodukte
  • Formaldehyd und Acetaldehyd
  • Acrolein, das die Atemwege reizen kann
  • Metalle und weitere Partikel, abhängig von Gerät und Nutzung

Nikotinfreie Liquids sind ebenfalls nicht automatisch unbedenklich. Auch ohne Nikotin werden Inhaltsstoffe erhitzt und eingeatmet. Das BfR weist zudem darauf hin, dass Risiken für Lunge und Herz-Kreislauf-System möglich sind.

Wie hoch das persönliche Risiko ist, lässt sich nicht mit einer einzigen Prozentzahl angeben. Es hängt von Konsumdauer, Häufigkeit, Produktqualität, Inhaltsstoffen und Vorerkrankungen ab. Gerade zu Auswirkungen nach mehreren Jahrzehnten fehlen noch belastbare Daten.

E-Zigarette, Tabakzigarette oder beides: Wo liegen die Unterschiede?

Der wichtigste Unterschied ist die Verbrennung. Beim Rauchen von Tabak entstehen zahlreiche Verbrennungsprodukte. E-Zigaretten vermeiden diese Tabakverbrennung, erzeugen aber ein eigenes Aerosol mit potenziell schädlichen Stoffen.

Nutzung Was wird eingeatmet? Gesundheitliche Einordnung
Vollständiger Verzicht Kein Tabakrauch und kein E-Zigaretten-Aerosol Der wirksamste Schutz vor tabak- und nikotinbedingten Risiken
Tabakzigarette Rauch mit zahlreichen Verbrennungsprodukten Hohe Belastung durch krebserzeugende und andere gesundheitsschädliche Stoffe
Ausschließliche E-Zigarette Aerosol aus Liquidbestandteilen und beim Erhitzen entstehenden Stoffen In der Regel weniger bestimmte Schadstoffe als im Zigarettenrauch, aber nicht harmlos oder risikofrei
Gleichzeitiges Rauchen und Dampfen Tabakrauch und E-Zigaretten-Aerosol Die Schadstoffbelastung sinkt nicht automatisch; Behörden warnen vor dualem Konsum

Das Deutsche Krebsforschungszentrum, kurz DKFZ, bewertet den gleichzeitigen Konsum von Zigaretten und E-Zigaretten als besonders problematisch. Er scheint ähnlich schädlich wie alleiniges Rauchen zu sein. Auch die WHO warnt, dass dualer Konsum mindestens so gefährlich und möglicherweise gefährlicher sein kann.

Was zeigt die oft zitierte erste E-Zigaretten-Langzeitstudie?

Die Studie von Polosa und Kollegen wurde 2017 in Scientific Reports veröffentlicht. Sie wird häufig als erste Langzeitstudie zu täglich dampfenden Menschen bezeichnet, die zuvor nie geraucht hatten.

Untersucht wurden:

  • neun täglich dampfende Nieraucher
  • zwölf Nieraucher ohne E-Zigarettenkonsum als Vergleichsgruppe
  • ein Beobachtungszeitraum von 3,5 Jahren
  • ein mittleres Alter der dampfenden Gruppe von 29,7 Jahren
  • ein durchschnittlicher Verbrauch von ungefähr vier Millilitern Liquid pro Tag

Erfasst wurden unter anderem Blutdruck, Herzfrequenz, Gewicht, Lungenfunktion, Atemwegssymptome, ausgeatmetes Stickstoffmonoxid, Kohlenmonoxid in der Ausatemluft und hochauflösende Computertomografien der Lunge.

Bei diesen Messwerten fanden die Forschenden keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen. Das klingt zunächst beruhigend, ist aber keine allgemeine Entwarnung.

Warum beweist die Polosa-Studie keine Unbedenklichkeit?

Die Stichprobe war mit neun täglich dampfenden Personen sehr klein. Zudem waren die Teilnehmenden jung und wurden nur 3,5 Jahre beobachtet. Seltene Erkrankungen und Schäden, die sich erst nach zehn, zwanzig oder mehr Jahren zeigen, lassen sich damit nicht zuverlässig erfassen.

Die Autoren schrieben selbst, dass Schäden in späteren Stadien nicht ausgeschlossen werden können. Die Studie zeigt daher lediglich, dass bei dieser kleinen Gruppe innerhalb des untersuchten Zeitraums keine signifikanten Veränderungen der gemessenen Marker festgestellt wurden. Sie beweist weder die Sicherheit von E-Zigaretten noch das Fehlen langfristiger Risiken in der Allgemeinbevölkerung.

Was sagt die große Studie zum Lungenkrebsrisiko von 2026?

Eine 2026 in Nature Medicine veröffentlichte Beobachtungsstudie von Kim und Kollegen analysierte Daten von 4.524.895 Erwachsenen in Südkorea, die jemals geraucht hatten. Die Nachbeobachtung lief bis Dezember 2023.

Verglichen wurden Personen, die nach dem Rauchstopp täglich E-Zigaretten verwendeten, mit ehemaligen Rauchern, die anschließend vollständig darauf verzichteten. Bei den täglichen E-Zigarettennutzern war die statistisch berechnete Rate für eine Lungenkrebsdiagnose erhöht:

  • Lungenkrebsinzidenz: adjustierte Hazard Ratio 1,56 (95-Prozent-Konfidenzintervall 1,24–1,97)
  • lungenkrebsspezifischer Tod: adjustierte Hazard Ratio 2,00 (95-Prozent-Konfidenzintervall 1,28–3,15)

Eine Hazard Ratio beschreibt das relative Auftreten eines Ereignisses während des Beobachtungszeitraums. Sie sagt nicht, dass jede dampfende Person erkrankt, und ist nicht mit einem absoluten persönlichen Risiko gleichzusetzen.

Wichtig ist außerdem: Die Vergleichsgruppe bestand aus vollständigen Aussteigern, nicht aus Menschen, die weiter Zigaretten rauchten. Die Studie belegt deshalb weder, dass E-Zigaretten genauso schädlich wie Weiterrauchen sind, noch dass sie die beobachteten Erkrankungen verursacht haben. Die Autoren weisen ausdrücklich darauf hin, dass keine Kausalität bewiesen ist und die Beobachtungszeit für Lungenkrebs vergleichsweise kurz war.

Warum sind verlässliche Aussagen zu Langzeitfolgen so schwierig?

E-Zigaretten werden noch nicht lange genug in größerem Umfang genutzt, um Folgen über mehrere Jahrzehnte sicher zu beurteilen. Krebs und chronische Erkrankungen können sehr spät auftreten. Zudem verändern sich Geräte, Liquids und Nutzungsgewohnheiten fortlaufend.

Das DKFZ und sein Krebsinformationsdienst kommen deshalb zu einer zurückhaltenden Bewertung: Im Aerosol können krebserzeugende Stoffe vorkommen, häufig in geringeren Konzentrationen als im Tabakrauch. Wie sich das langfristig auf das Krebsrisiko auswirkt, lässt sich derzeit aber nicht zuverlässig beziffern.

Auch die WHO bezeichnet E-Zigaretten nicht als sicher. Sie verweist auf toxische und teilweise krebserzeugende Inhaltsstoffe sowie auf noch nicht vollständig bekannte Langzeitfolgen.

Was ist von der Aussage „95 Prozent weniger schädlich“ zu halten?

Die häufig genannte Zahl stammt aus einem 2015 veröffentlichten Evidenzbericht von Public Health England. Dort wurden E-Zigaretten als „around 95% less harmful than tobacco“ eingeschätzt.

Diese Zahl war eine fachliche Schätzung und keine direkte Messung des individuellen Gesundheitsrisikos. Sie bedeutet auch nicht, dass E-Zigaretten zu 95 Prozent sicher sind. Das BfR und das DKFZ haben diese Prozentangabe nicht als eigene Position übernommen.

Sachlich belastbarer ist folgende Formulierung: Bei bestimmungsgemäßer Verwendung enthält das Aerosol laut BfR deutlich geringere Mengen bestimmter krebserzeugender und anderer schädlicher Stoffe als Zigarettenrauch. Ein exakter prozentualer Abstand des gesamten Gesundheitsrisikos lässt sich daraus nicht ableiten.

Helfen E-Zigaretten beim Rauchstopp?

Der am 26. August 2026 aktualisierte Cochrane Review berücksichtigte 80 Studien mit insgesamt 29.861 erwachsenen Teilnehmenden. Die ausgewerteten Daten reichten bis zum 1. Januar 2026.

Nach mindestens sechs Monaten waren laut Übersicht ungefähr:

  • 8 bis 10 von 100 Personen mit nikotinhaltigen E-Zigaretten rauchfrei,
  • 6 von 100 mit Nikotinersatzprodukten rauchfrei,
  • 5 von 100 ohne Unterstützung oder nur mit Verhaltensunterstützung rauchfrei.

Diese Ergebnisse betreffen die Wirksamkeit beim Rauchstopp. Sie sind kein Beleg dafür, dass E-Zigaretten langfristig unbedenklich sind. Angaben zu unerwünschten Wirkungen waren in den Studien häufig niedrig oder unsicher, insbesondere mit Blick auf lange Zeiträume.

In Deutschland sind E-Zigaretten Konsumprodukte und keine wirksamkeits- und sicherheitsgeprüften Arzneimittel zur Tabakentwöhnung. Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, kann sich ärztlich beraten lassen und zugelassene Entwöhnungsangebote einbeziehen.

Wie schädlich sind Elf Bar und andere Einweg-E-Zigaretten?

Auch Elf Bar und andere Einweggeräte erzeugen ein Aerosol, das Nikotin, Aromen und beim Erhitzen entstehende Stoffe enthalten kann. Sie sind daher weder harmlos noch allein wegen ihrer Bauform gesundheitlich sicherer.

Einweggeräte unterscheiden sich von nachfüllbaren E-Zigaretten vor allem in der Bedienung, Herkunftskontrolle, Zusammensetzung der Liquids und Abfallmenge. Eine pauschale Aussage, dass Einweggeräte grundsätzlich gesünder oder schädlicher seien, ist ohne konkrete Analysedaten nicht möglich.

Welche Elf-Bar-Produkte sind in Deutschland zulässig?

Nach dem deutschen Tabakerzeugnisgesetz und den Vorgaben der EU-Tabakproduktrichtlinie gelten mit Stand vom 31. August 2026 unter anderem folgende Grenzen:

  • höchstens 20 Milligramm Nikotin pro Milliliter Liquid
  • höchstens 2 Milliliter bei Einweggeräten und Kartuschen
  • höchstens 10 Milliliter bei Nachfüllbehältern
  • Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren
  • vorgeschriebene Kennzeichnung und Warnhinweise

Elf Bar 1500 und vergleichbare Großformate mit mehr als zwei Millilitern Liquid sind nicht TPD-konform und gehören nicht in den regulären deutschen Handel. Ein generelles Verbot von Einweg-E-Zigaretten ist in Deutschland bis zum genannten Datum nicht beschlossen.

Der redaktionelle Überblick zu Einweg-E-Zigaretten erklärt die Unterschiede zwischen zulässigen Modellen und problematischen Großformaten. Erwachsene Nutzer finden im Fachhandel außerdem ausschließlich entsprechend gekennzeichnete TPD-konforme Einweg-E-Zigaretten.

Was hat EVALI mit deutschen E-Zigaretten zu tun?

Die schweren Lungenschädigungen in den USA, die unter dem Kürzel EVALI bekannt wurden, standen vor allem mit illegalen THC-Kartuschen in Verbindung. Als zentral verdächtiger Stoff galt Vitamin-E-Acetat.

Solche Schwarzmarktprodukte sind nicht mit rechtskonformen deutschen E-Liquids gleichzusetzen. In der EU sind Vitamine als Inhaltsstoffe von Liquids tabakrechtlich verboten. Das ist jedoch kein Freibrief für legale E-Zigaretten: Auch regulierte Produkte bleiben mit gesundheitlichen Risiken verbunden.

Produkte unklarer Herkunft und selbst gemischte Liquids solltest du meiden. Das BfR rät außerdem von Liquids mit den Kühlstoffen WS-23, WS-3 und WS-5 ab.

Welche Geräteform passt eher – und welche weniger?

Diese Auswahl ist nur für Erwachsene relevant, die bereits rauchen oder dampfen. Für Nichtraucher, Minderjährige und Schwangere passt keine der genannten Produktarten.

Produktart Passt eher, wenn … Passt weniger, wenn …
Nachfüllbare E-Zigarette du dich als erwachsener Raucher oder Dampfer bewusst für ein wiederverwendbares Gerät entscheidest und Liquid sowie Verschleißteile getrennt wählen möchtest du dich nicht mit Befüllung, Reinigung, Verdampferköpfen und Akkus befassen möchtest
TPD-konformes Einweggerät du bereits dampfst und eine möglichst einfache Bedienung ohne Nachfüllen suchst dir wenig Elektroschrott und eine länger nutzbare Gerätebasis wichtig sind
Produkt unklarer Herkunft nie empfehlenswert Herkunft, Inhaltsstoffe, Füllmenge oder Kennzeichnung nicht nachvollziehbar sind

Bei nachfüllbaren Geräten entstehen Kosten für das Gerät, Liquid und Verschleißteile. Bei Einwegprodukten wird dagegen jeweils das vollständige Gerät ersetzt. Konkrete Gesamtkosten hängen von Nutzung, Modell und Verbrauch ab.

Passende E-Liquids im Fachhandel sollten klar gekennzeichnet sein und aus nachvollziehbarer Quelle stammen.

So verringerst du vermeidbare zusätzliche Risiken

Eine risikofreie Nutzung gibt es nicht. Einige vermeidbare Gefahren lassen sich jedoch reduzieren:

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Mehr zu rechtlichen Vorgaben und Gerätetechnik findest du unter Wie sicher Geräte und Regulierung in der EU sind. Für die praktische Bedienung helfen der Leitfaden für neue Dampfer und die fünf Regeln zum sicheren Umgang mit Akkus.

Fazit: Weniger Verbrennungsprodukte bedeutet nicht harmlos

E-Zigaretten sind gesundheitsschädlich und nicht risikofrei. Im Vergleich zu Zigarettenrauch enthält ihr Aerosol bei bestimmungsgemäßer Verwendung deutlich geringere Mengen bestimmter schädlicher Stoffe. Daraus folgt aber keine gesundheitliche Entwarnung.

Die Polosa-Studie fand bei neun jungen, täglich dampfenden Nierauchern über 3,5 Jahre keine signifikanten Veränderungen der untersuchten Marker. Wegen der kleinen Stichprobe und kurzen Beobachtungszeit kann sie Langzeitfolgen nicht ausschließen. Neuere Beobachtungsdaten geben zusätzliche Warnsignale, beweisen aber ebenfalls keine einfachen Ursache-Wirkungs-Beziehungen.

Für Nichtraucher, Minderjährige und Schwangere sind E-Zigaretten ungeeignet. Erwachsene Raucher sollten wissen, dass paralleles Rauchen und Dampfen die Belastung nicht zuverlässig senkt. Den besten gesundheitlichen Schutz bietet der vollständige Verzicht auf Tabak- und Nikotinprodukte.

Häufige Fragen

Sind E-Zigaretten weniger schädlich als normale Zigaretten?

E-Zigaretten enthalten bei bestimmungsgemäßer Verwendung deutlich geringere Mengen bestimmter krebserzeugender und anderer schädlicher Stoffe als Zigarettenrauch. Sie sind deshalb aber nicht gesund oder risikofrei, und das gesamte Langzeitrisiko lässt sich nicht mit einer festen Prozentzahl beziffern.

Kann eine E-Zigarette Krebs verursachen?

Ein Krebsrisiko durch E-Zigaretten kann derzeit weder zuverlässig quantifiziert noch ausgeschlossen werden. Im Aerosol wurden krebserzeugende Stoffe nachgewiesen, meist in geringerer Konzentration als im Tabakrauch. Krebs entwickelt sich häufig erst nach vielen Jahren, weshalb längere Beobachtungsdaten fehlen.

Ist eine Elf Bar ohne Nikotin harmlos?

Nein, eine nikotinfreie Elf Bar ist nicht automatisch harmlos. Auch ohne Nikotin werden Aromen und weitere Liquidbestandteile erhitzt und als Aerosol eingeatmet. Nikotinfrei bedeutet lediglich, dass das Abhängigkeitsrisiko durch Nikotin entfällt.

Welche Langzeitfolgen können E-Zigaretten haben?

Die langfristigen Folgen von E-Zigaretten sind noch nicht abschließend bekannt. Behörden halten Risiken für Atemwege, Lunge und Herz-Kreislauf-System für möglich. Für verlässliche Aussagen zu Erkrankungen nach mehreren Jahrzehnten reichen die bisherigen Daten nicht aus.

Ist Passivdampf für andere Menschen ungefährlich?

Nein, Risiken durch Passivdampf lassen sich nicht ausschließen. Das BfR empfiehlt, E-Zigaretten in Innenräumen grundsätzlich ähnlich wie Tabakzigaretten zu behandeln und unbeteiligte Personen nicht dem Aerosol auszusetzen.

Sind Einweg-E-Zigaretten schädlicher als nachfüllbare Geräte?

Einweg-E-Zigaretten sind nicht pauschal schädlicher oder weniger schädlich als nachfüllbare Geräte. Entscheidend sind unter anderem Inhaltsstoffe, Herkunft, technische Ausführung und Nutzung. Einweggeräte verursachen allerdings mehr Elektroschrott und dürfen in Deutschland höchstens zwei Milliliter Liquid enthalten.

Kann ich E-Zigaretten zur Raucherentwöhnung verwenden?

E-Zigaretten können laut Cochrane Review manchen Erwachsenen beim Rauchstopp helfen, sind in Deutschland aber keine zugelassenen Arzneimittel zur Raucherentwöhnung. Die Ergebnisse zur Entwöhnung sind außerdem kein Nachweis langfristiger gesundheitlicher Sicherheit. Ärztliche Beratung und geprüfte Entwöhnungsangebote bleiben wichtige Optionen.

Weitere kompakte Informationen bietet der Beitrag mit kurzen Antworten auf häufige E-Zigaretten-Fragen.

Quellen und redaktionelle Prüfung

Dieser Beitrag gibt den Informationsstand vom 31. August 2026 wieder und ersetzt weder eine persönliche medizinische Beratung noch die Bedienungsanleitung des Herstellers. E-Zigaretten und nikotinhaltige Produkte sind ausschließlich für Erwachsene bestimmt. Nikotin macht abhängig. Nicht für Nichtraucher, Minderjährige oder Schwangere.

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