VooPoo Argus GT Kit im Test 09 / 2020

Voopoo Argus GT Kit
  • Highlights

  • Kompakt & Robust

  • Farbdisplay

  • Erhältlich in fünf Farbkombinationen

  • Schöne Haptik / Rückseite aus Leder

Voopoo Logo
MarkeVoopoo
Geeignete Akkus2 x 18650 Akkus
Tankfüllmenge4,5 ml
KundenbewertungenGut bis Sehr gut
PreisAb 59,95 EUR
Optik / 94 Punkte
Akkuleistung / 98 Punkte
Tank / 93 Punkte
Verdampfer (Coils) / 75 Punkte
Preis-Leistungs-Verhältnis / 85 Punkte

Testergebnis


89%
GUT

Voopoo Argus GT Kit im Vergleich

Voopoo Argus Kit

Seit langem wieder eine Neuerscheinung im Hause Voopoo. Bekannt geworden war der Hersteller durch den Drag, das Flagschiff schlechthin! Preis-Leistung, Haltbarkeit und Funktionalität stimmten bei diesem Produkt einfach. Alles, was danach kam, konnte nicht mehr an den Erfolg der Drag anknüpfen und so stellt sich natürlich die Frage, ob der Argus GT es kann. Grund genug für einen ausführlichen Voopoo Argus GT Test um die wichtigsten Fragen zu beantworten.

Was zeichnet den Voopoo Argus GT aus?

Im Voopoo Argus GT Kit Test beweist sich die Kombination als äußerst gelungen. Die GT Box Mod ist leicht, aber durchaus robust und kann mit maximal 160 Watt ordentlich Leistung bringen. Ausgestattet werden muss das Gerät mit zwei 18650-er Akkuzellen. Die Kombination mit dem PnP Verdampfer ist durchaus passend, denn es handelt sich hier um eine gute Mixtur aus Subohm-Verdampfer und PCTG-Pod-System. Verwendet werden PnP-Coils von Voopoo, die bei den erfahrenen Nutzern sehr beliebt sind.

Die Vor- und Nachteile

Beim Test des Voopoo Argus waren natürlich nicht nur die positiven Fakten, sondern auch die Nachteile von Wichtigkeit. Allerdings halten sich die Nachteile in Grenzen, während die Vorteile überwiegen.

Vorteile:

  • solide Verarbeitung
  • angenehme Haptik mit einer schönen Rückseite aus Leder
  • sehr kompakt im Vergleich zu anderen Dual-Mods
  • erhältlich in fünf Farbkombinationen
  • klares Farbdisplay
  • robustes und langlebiges Batteriefach
  • der Tank lässt sich mit anderen PnP-Coils von Voopoo kombinieren

Nachteile:

  • die etwas schmutzige Optik der Mod ist nicht jedermanns Sache
  • der Volt-Modus von älteren Modellen ist nicht mehr vorhanden
  • Ampere-Grenze wurde zu niedrig gesetzt
  • maximale Tankgröße liegt bei 24 mm, ansonsten entsteht ein Überstand
  • die benötigten Coils sind nicht sehr lange haltbar
  • im Lieferumfang ist kein Ersatzpod enthalten

Für wen ist die E-Zigarette geeignet?

Es hat sich in der Praxis gezeigt, dass diese Kombination durchaus für Anfänger geeignet ist. Das Pod-Tank-System ist leicht nutzbar und kann dank der flexiblen Airflow sowohl für MTL-, als auch für DL-Nutzer interessant sein.

Die Akkuträger

Im Voopoo Argus GT Test zeigte sich optisch eine deutliche Ähnlichkeit zu den Mods aus dem Hause Geekvape, allerdings liegt keine IP67-Zertifizierung vor. Die Optik wirkt sehr robust und nahezu unzerstörbar, in der Praxis ist der Mod aber keineswegs unkaputtbar. Ein Wurf aus dem Fenster sollte hier im Vergleich zum Geekvape Aegis Max nicht gewagt werden.

Als Feuerknopf dient ein Rechteck oberhalb des Bildschirms. Wie bei den bekannten Geekvape Mods befindet sich der USB-C-Anschluss unter einem Gummistoppen neben dem Display, die Auf- und Ab-Tasten befinden sich unter dem Bildschirm. Das große Farbdisplay ist gut sichtbar, hell und klar, hier zeigt sich eine deutliche Verbesserung im Vergleich zur Drag-Serie.

Das Handling ist für einen Dual-18650-er Akkuträger erstaunlich gut, daher ist der Akkuträger auch für Frauenhände optimal geeignet. Laut Herstellerangaben soll der Akkuträger für einen Verdampfer mit maximal 26 mm geeignet sein. Im Voopoo Argus Test stellte sich jedoch heraus, dass bei einem 26 mm Verdampfer bereits ein Überhang besteht, während ein 24 mm Gerät bündig sitzt.

Ein Kritikpunkt ist die Farbgebung im Bereich des schwarzen Hauptrahmens, die das Gerät schmutzig wirken lässt. Was in Form von glänzenden kleinen Punkten als Designhighlight dienen soll, erinnert optisch eher an einen Unfall beim Liquid nachfüllen. Dafür ist das Branding sehr dezent und klein, anders als das bekannte überdimensionale DRAG-Logo auf den früheren Mods.

Im Vergleich zu den früheren Mods des Herstellers hat der Argus GT etwas abspecken müssen. Am wichtigsten ist der Watt-Modus, nebenbei existiert für Anfänger ein Smartmodus. Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen Wattmodus, allerdings wird die Leistung anhand des Widerstands reguliert und es kann nicht zu Fehleinstellungen kommen. Der Temperatur-Kontroll-Modus rundet das Gesamtpaket ab. Auf einen Voltmodus, Leistungskurven und eine Vorheizfunktion wurde bedauerlicherweise verzichtet.

Die Funktionalität ist simpel, wie üblich funktioniert auch dieser Akkuträger mit dem 5-Klick-System. Fünf Klicks um das Gerät ein- oder auszuschalten, drei Klicks bei eingeschaltetem Gerät um den Modus zu wechseln. Die Auf- und Abtasten dienen der Auswahl der gewünschten Einstellung, bestätigt wird mit dem Feuertaster.

Der PnP Tank von Voopoo

Gleich vorweg eine gute Nachricht: Der Voopoo PnP Pod-Tank kann mit den früheren PnP-Spulen der meisten Verdampfer von Voopoo genutzt werden. Somit hat der Nutzer zahlreiche Optionen und es stehen acht Fertigcoils plus ein RBA-Kopf zur Verfügung. Im Lieferumfang sind zwei Coils bereits enthalten. Hierzu gehört ein PnP-VM5 mit 0,2 Ohm, dampfbar bei 40 – 60 Watt. Der beiliegende PnP-VM6 mit 0,15 Ohm ist dampfbar bei 60 – 80 Watt.

Der Tank besteht aus einem einteiligen, vollständig geschlossenen Pod, der ein Fassungsvermögen von bis zu 4,5 ml Liquid hat. Einmal festgeklickt rastet der Pod auf dem 510-er Anschluss ein und ist auch für andere Mods verwendet. Das Coil-System ist ein klassisches Plug-and-Vape System, die Coils lassen sich einfach austauschen. Hierfür wird der Pod vom Adapter entfernt, die Coil entnommen und dann gewechselt.

Der Tank verfügt nicht über ein gesondertes Driptip, dieses ist ein Teil des Pods! Bedauerlich: Es gehört kein Ersatzpod zum Lieferumfang, so dass bei einem Defekt nachbestellt werden muss. Die Befüllung des Pods gestaltet sich simpel. Der schwarze Gummistopfen wird entfernt und schon kann Liquid nachgefüllt werden. Die Airflow-Controll funktioniert stufenlos und lässt sich variabel von MTL bis DL justieren.

Im Voopoo Argus Test zeigte sich aber eine deutliche Schwäche hinsichtlich der Coils, was in Dampferkreisen bereits bekannt ist. Zwar entwickeln die Coils guten Dampf und auch einen guten Geschmack, allerdings ist die Haltbarkeit begrenzt. Viele Dampfer berichten, dass pro Coil gerade einmal ein bis zwei Tankfüllungen gedampft werden können, der Geschmack sich dann deutlich verschlechtert. Es bleibt zu hoffen, dass Voopoo bezüglich der Qualität der Coils noch einmal deutlich nachbessern wird.

Dampf- und Geschmacksentwicklung

Die Dampfentwicklung ist, abhängig von der Airflow, solide und alltagstauglich, jedoch nicht überragend. Etwas enttäuschender sieht es bei der Geschmacksentwicklung aus. Schuld hieran ist nicht der Verdampfer, sondern die mindere Qualität der Voopoo-Coils. Gefühlt 50 Prozent der genutzten Coils sind bereits nach einer Tankfüllung nicht mehr in der Lage guten Geschmack zu liefern. Hier besteht dringender Nachbesserungsbedarf, denn mit einer frischen Coil lässt sich ein sehr guter Geschmack kreieren.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Als Kombisystem ist das Preis-Leistungs-Verhältnis des Voopoo Argus GT Kits angemessen, teurer dürfte es jedoch nicht sein. Verglichen mit anderen Dual-Mods liegt das Kit preislich im soliden Mittelfeld und überzeugt durch seine simple Handhabung. Einzig das Preis-Leistungs-Verhältnis für die Coils ist nicht gut, denn diese überzeugen nicht durch ihre Haltbarkeit.

Fazit

Das Argus GT Kit ist ein leistungsstarker geregelter Akkuträger, der mit zwei 18650-er Akkus und einem interessanten PnP Pod-Tank-System betrieben wird. Das Kit ist handlich und sehr kompakt gebaut. Die Verarbeitungsqualität ist gut, allerdings wurde hier eindeutig von Geekvapes Flagschiffen abgekupfert. Der eingebaute TT-Chip ist nicht der neuste, kann aber bis zu 160 Watt Leistung bringen. Das Kit ist mit allen relevanten Schutzsystemen ausgestattet und das große Farbdisplay rundet das Gesamterscheinungsbild ab. Mit einem Fassungsvermögen von 4,5 ml ist das Pod-System durchaus alltagstauglich. Da das Kit sowohl für MTL-Dampfer, als auch DL-Dampfer geeignet ist, lässt sich ein positives Fazit ziehen. Ein solides Modell für Einsteiger und Fortgeschrittene, die sich nicht an einem erhöhten Coilbedarf durch mangelnde Qualität der Coils stören. Zu beachten ist außerdem die Optik, die zwar sehr an die Aegis-Reihe aus dem Hause Geekvape erinnert, jedoch nicht die gleiche Unzerstörbarkeit mitbringen. Der Argus GT ist durchaus solide und robust, kann bei häufigen Stürzen oder einem Tauchgang in der Badewanne aber schnell den Geist aufgeben.