CBD vs. THC

CBD vs. THC: Wo liegen die Unterschiede?

Wenn es um die Inhaltsstoffe von verschiedenen Sorten der Cannabispflanze geht, gibt es häufig größere Verwirrung. Was ist eigentlich THC? Wie wirkt CBD? Gibt es Unterschiede? Unser Überblick versorgt Interessierte mit den wichtigsten Fakten.

CBD vs. THC: Zusammensetzung

In den vergangenen fünfzig Jahren wurden in den unterschiedlichen Sorten der Cannabispflanze rund 600 chemische Verbindungen nachgewiesen. Außer den Cannabinoiden, wie zum Beispiel THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol), fanden die Forscher zahlreiche Substanzen aus anderen Stoffgruppen. Darunter befinden sich Alkohole, Proteine und Zucker. Diese Bestandteile gibt es auch in anderen Pflanzen.

Cannabinoide wurden hauptsächlich in Cannabispflanzen gefunden. Diese unterscheiden sich je nach Sorte. Es gibt Pflanzen, die einen hohen THC-Anteil besitzen, während der CBD-Anteil sehr gering ausfällt. Andererseits existieren Cannabis-Sorten, die einen hohen CBD-Anteil besitzen, während der THC-Anteil kaum festzustellen ist.

In seiner reinen Form wurde das psychoaktive THC schon 1964 durch Forscher des israelischen Weizmann-Instituts isoliert. Diese Wissenschaftler befassten sich mit Cannabispflanzen, die einen hohen THC-Anteil aufwiesen. Andere Forscher untersuchten in den folgenden Jahrzehnten weitere Sorten, die statt THC einen erhöhten CBD-Anteil besitzen. Das zweithäufigste Cannabinoid, dessen Wirkung sich deutlich von THC unterscheidet, kommt vor allem im Faserhanf vor.

Beide Cannabinoide besitzen eine ähnliche Zusammensetzung, wobei 30 gemeinsame Wasserstoff-, 21 Kohlenstoff- und 2 Sauerstoffatome bekannt sind. Weil ein einzelnes Atom aber unterschiedlich angeordnet ist, existieren deutliche Unterschiede in der Wirkung. Schließlich besitzen CBD und THC nicht die gleiche molekulare Struktur, sodass sie unterschiedlich mit menschlichen Rezeptoren interagieren.

CBD vs. THC: Wirkung

Cannabinoide wirken auf das menschliche Endocannabinoidsystem (ECS). Es handelt sich um ein Netzwerk von Rezeptoren, die sich im Gehirn beziehungsweise im gesamten Immun- und Zentralnervensystem befinden. Die Wissenschaft konnte bislang zwei Rezeptoren identifizieren, mit denen Cannabinoide interagieren. Diese sogenannten Cannabinoidrezeptoren kürzen Forscher mit CB1 und CB2 ab.

THC und CBD nutzen die CB2-Rezeptoren auf ähnliche Weise. Allerdings unterscheidet sich die Art und Weise, wie sie mit den CB1-Rezeptoren interagieren deutlich. Aufgrund seiner molekularen Struktur bindet sich THC direkt an die CB1-Rezeptoren, was die Wirkung beeinflusst. Die Bindung erzeugt Signale, die direkt an das Gehirn gelangen. So entsteht der berühmt-berüchtigte psychoaktive Effekt, welchen Konsumierende als berauschendes “High” empfinden.

CBD bindet sich nicht direkt an den CB1-Rezeptoren. Es wirkt eher indirekt über die CB2-Rezeptoren, sodass der psychoaktive Effekt ausbleibt. Stattdessen stellt sich oft eine entkrampfende und entzündungshemmende Wirkung ein. Meist lässt sich CBD auch gegen Ängste und Übelkeiten einsetzen. Weitere Effekte, wie zum Beispiel eine antipsychotische Wirkung erforschen derzeit verschiedene Wissenschaftler.

CBD vs. THC: Gesundheitliche Vorteile

THC und CBD sind sich durchaus ähnlich. Letztlich bieten beide Cannabinoide medizinische Vorteile. Häufig können sie sogar bei ähnlichen Erkrankungen eine Linderung schaffen. Weil CBD-Produkte keine psychoaktive Wirkung besitzen, lässt es sich als Mittel zur Behandlung von Erkrankungen einsetzen. Als Medikament erlangte CBD daher eine gewisse Berühmtheit.

CBD wirkt beispielsweise gegen eine besonders seltene Form der Epilepsie. Bislang ist das Cannabinol das einzige Mittel, das zur Behandlung des gefürchteten Dravet-Syndroms nutzbar ist. Inzwischen setzen Mediziner das CBD aber auch zur Behandlung von weiteren Erkrankungen ein. So empfehlen Forscher das Cannabinoid zum Beispiel bei gewissen Entzündungen, gegen Übelkeiten oder auch gegen Depressionen. Gleichzeitig kann CBD auch beim Abnehmen helfen. Selbst gegen Angstzustände und bei dem empfindlichen Darmsyndrom reichen manche Mediziner mittlerweile CBD.

Weil THC über Jahrzehnte nicht legal erhältlich war, wurde es vor allem wegen seiner euphorischen Effekte verwendet. Dabei besitzt dieses Cannabinoid ebenfalls medizinische Vorteile, sodass es unter Umständen gegen Erkrankungen nutzbar ist. Mediziner empfehlen THC daher zur Behandlung von Schlaflosigkeiten und zur Anregung des Appetitis. Zur Linderung von Übelkeit und zur Behandlung von Muskelspastiken empfehlen manche Wissenschaftler ebenfalls dieses Cannabinoid.

CBDTHC
Legal?JaNein
Macht “high”NeinJa
Interagiert mit dem Endocannabinoid-SystemJaJa
Hat NebenwirkungenSehr wenigePsychoaktive Nebenwirkungen
Nachweisbar durch Drogentest?I.d.R. negatives ErgebnisJa
Schmerzlindernd?JaJa
Hilft bei Übelkeit?JaJa
Hilft bei Migräne?JaJa
Hilft bei Angstzuständen?JaJa
Hilft bei Depressionen?JaNein
Hilft bei Krampfanfällen?JaNein
Reduziert Entzündungen?JaJa
Hilft beim Einschlafen?JaJa
Hilft bei Psychosen?JaNein
Appetitanregend?NeinJa

CBD vs. THC: Mögliche Nebenwirkungen

In Fragen der möglichen Nebenwirkungen unterscheiden sich CBD und THC sehr deutlich. Zahlreiche Studien belegen, dass Menschen den CBD-Konsum meist gut vertragen. Es gibt nur sehr selten Nebenwirkungen, die zudem meist nicht gravierend sind. Zu diesem Ergebnis kommt beispielsweise eine Tagung der Weltgesundheitsorganisation WHO, die sich bereits 2017 mit dem Cannabinoid befasste.

Zu den durch CBD verursachten unerwünschten Wirkungen gehören unter anderem eine gewisse Müdigkeit und Mundtrockenheit. Appetitlosigkeit und Durchfall können weitere Nebenwirkungen des CBD-Konsums sein.

Die negativen Konsequenzen eines dauerhaften THC-Konsums offenbaren die Unterschiede zwischen den Cannabinoiden deutlich. Aufgrund der psychoaktiven Wirkung kann es, gerade bei regelmäßigem und langjährigem Konsum, zum Beispiel zu akuten Ängsten und Panikanfällen kommen, die sich bis in eine Paranoia steigern.

Dauerhafter THC-Konsum wirkt sich zudem negativ auf das Kurzzeitgedächtnis aus, sodass es zu Erinnerungslücken kommen kann. Manche Konsumierende nehmen ihre Umwelt nur noch eingeschränkt wahr, während der Körper mit Herzrasen auf den dauerhaften THC-Konsum reagiert. Im schlimmsten Fall ist sogar ein Kreislaufkollaps möglich. Daher sollten bewusste Konsumenten dieses Cannabinoid nur nach Rücksprache mit einem Mediziner einnehmen.

CBD vs. THC: Drogentest

Wer einen Drogentest bei der Polizei oder dem Arbeitgeber absolvieren muss, nachdem er CBD oder THC konsumierte, erhält aufgrund der unterschiedlichen Wirkweisen ein unterschiedliches Ergebnis. Wer THC-haltiges Cannabis einnimmt, der muss in den Tagen nach dem Konsum mit einem positiven Testergebnis rechnen. Der Genuss von CBD-Produkten führt in der Regel zu einem negativen Ergebnis.

Bei einem Drogentest erfolgt die Suche in der Regel nach THC. Der polizeiliche Test enthält es in der Regel keine Untersuchung auf CBD, weil dieses Cannabinoid nicht als Droge gilt. Es gibt allerdings Berichte über positive Testergebnisse, obwohl nur ein CBD-Produkt eingenommen wurde. Das erklärt sich durch Überdosierungen, die über einen längeren Zeitraum erfolgte. In diesem Fall kann es bei einem Urin-Test zu dem falschen Ergebnis kommen.

Weil CBD und THC aus der Hanfpflanze stammen, kann es ein positives Testergebnis geben, obwohl nur ein CBD-Produkt konsumiert wurde. Das erklärt sich durch THC-Restbestandteile, die in manchen CBD-Artikeln vorhanden sind. Zur Verhinderung solcher Ergebnisse müssen CBD-Konsumierende eine strikte Kontrolle der Dosierung einhalten.

Wer THC konsumiert, sollte nach der Einnahme zwischen 4 und 12 Tage abwarten, bevor er sich wieder an das Steuer eines Fahrzeuges setzt. Schließlich ist der Konsum in diesem Zeitraum durch einen polizeilichen Drogentest nachweisbar. Grundsätzlich gilt: Je größer der Konsum, desto länger dauert es, bis sich der Stoffwechsel reguliert. Im Zweifelsfall ist es besser, kein Fahrzeug zu fahren, weil ansonsten der Verlust des Führerscheins droht.

CBD vs. THC: Fazit zum Vergleich

CBD und THC besitzen einige Gemeinsamkeiten und viele Ähnlichkeiten. Sie unterscheiden sich letztlich in vieler Hinsicht. Während THC zu einem rauschähnlichen Zustand führt, bleibt diese Folge bei einem CBD-Konsum aus. Beide Cannabinoide lassen sich allerdings medizinisch nutzen, wobei sie unterschiedliche Vorteile bieten.

Letztlich kommt es bei einer Wahl auf die Vorlieben und die gewünschte Wirkung an. Weil die Nebenwirkungen und die Folgen bei einem CBD-Konsum aber weitaus geringer ausfallen, empfehlen viele Mediziner dieses Cannabidiol. Da es bei einem Drogentest keine negativen Folgen gibt, ist die Einnahme von CBD zudem mit dem Führen eines Kraftfahrzeugs zu vereinbaren.

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